Flächendaten

Im Gegensatz zu den Profildaten existiert für die Digitalisierung der Flächendaten (also der Boden- und Anwenderkarten) kein einheitliches Tool zur Digitalisierung. Im Projekt BI-CH wurde eine Anleitung zur Digitalisierung von Bodenkarten erarbeitet   Teilprojekt 10 - Technische Anleitung "Aufarbeitung alter Bodenkarten".

Die wesentlichen Arbeitsschritte zur Digitalisierung alter analoger Bodenkarten sind 1) Einscannen der Karten 2) Georeferenzieren und Entzerren 3) Vektorisieren der Polygone im GIS 4) Digitalisierung der Sachdaten 5) Übersetzung der Sachdaten und Qualitätskontrolle 6) Verknüpfung der Sachdaten mit den Polygonen und 7) Import in ein GIS oder NABODAT. Mit diesen Arbeitsschritten wird eine Bodenkarte digitalisiert, die einen Zustand zu einem Zeitpunkt wiedergibt. Oftmals sind aber ältere Bodenkarten nicht mehr aktuell (z.B. wegen Versiegelung von Flächen oder Meliorationen, welche den Wasserhaushalt im Boden verändern), und müssen überarbeitet und aktualisiert werden. Dies stellt dann ein zusätzlicher Arbeitsschritt dar.

Die Implementation des Flächendatenmodells in NABODAT stellt den Mandanten ein mächtiges System bereit, um Bodendaten (Punkt und Flächen) verwalten zu können. Wie für die Punktdaten umfasst das Datenmodell NABODAT auch das Flächendatenmodell, welches im Projekt BI-CH begonnen wurde ( Teilprojekt 5 - Datenmodell Flächenkartierung). Ab kommenden Herbst 2014 ist mit der Aufschaltung des neuen NABODAT Release zu rechnen. Im Unterschied zu den heute weitverbreiteten Web Map Service (WMS) ist NABODAT ein reines Verwaltungstool mit einem auf die Flächendaten abgestimmten Abfragesystem (BoundingBox, Koordinaten). Die Daten werden als File Geo Database (FGDB) zum Herunterladen angeboten. Für die räumliche Betrachtung müssen diese Daten in ein lokales Geoinformationssystem eingebunden werden - NABODAT bietet also keinen WMS-Dienst.

bodendaten fdmnabodat de