Überblick

Bodendaten stellen eine unverzichtbare Grundlage für Bodenschutzmassnahmen dar. Darüber hinaus sind sie ein wichtiger Baustein für Planungsfragen unterschiedlicher Ressorts und Fachbereiche wie Umwelt, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Gewässerschutz oder Raumplanung. Gerade zukünftige Herausforderungen wie beispielsweise Bodenknappheit, Ernährungssicherheit, Klimawandel, Biodiversität oder Bodendegradation erfordern zuverlässige Bodeninformationen.

In der Schweiz wurden an der Forschungsanstalt für landwirtschaftlichen Pflanzenbau (ehemals FAP, heute Agroscope) seit den späten 50iger Jahren Bodenkartierungen durchgeführt. Viele dieser wertvollen Bodendaten liegen bis heute nur in Papierform (= analog) vor. Um diese Bodendaten für die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten digital zugänglich zu machen bedarf es einer aufwendigen aber einmaligen Bearbeitung.

bodendaten bodenfunktion de

Diese gestaltet sich vielfältig, denn seit den Anfängen der Bodenkartierungen in der Schweiz wurden Bodendaten nach unterschiedlichen Datenschlüsseln und Methoden erhoben. So sind Bodendaten, welche zu unterschiedlichen Zeitepochen erhoben wurden, nicht ohne weiteres vergleichbar. Daher wird auf flexible Lösungen für die Aufarbeitung und anschliessende Integration der Bodendaten in das Nationale Bodeninformationssystem NABODAT gesetzt. Typische Aufarbeitungsschritte analoger Bodendaten (Profilblätter in Papierform) umfassen die Digitalisierung, Übersetzung/Harmonisierung und Qualitätssicherung, wie sie im Detail in den Projektberichten BI-CH der BGS (  BI-CH) dokumentiert sind. An der Aufarbeitung analoger Bodendaten sind in der Regel mehrere Akteure beteiligt. Demzufolge ist es wichtig, klar strukturierte Prozessabläufe für die ganze Prozesskette zu definieren.